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Mein McCormick Schlepper

 Auf dieser Seite möchte ich Euch meinen Schlepper,   Trecker, Traktor, Zugmaschine oder wie immer Ihr so ein Fahrzeug nennt, vorstellen.

 Zuerst einmal einige technische Daten:

 Hersteller:      McCormick (IHC)

 Typ:             D-439

 Fahrgestellnr.:  NT410545

 Leistung:        KW 26 / PS 36

 Hubraum:         2397 ccm

 Zubehör:         Ackerschiene,Frontlader,

                  Zwillingsreifen hinten

d-439

Das ist ein Typ D-439, unser Schlepper.

Wie kam ich zu meinem Schlepper ?

Ich habe lange gesucht, es wurde mir viel Schrott angeboten und auch die Preisgestaltung spottete jeder Beschreibung. Durch Zufall, bedingt durch eine Geschäftsreise, bin ich in Nortrup (bei Oldenburg) am Karfreitag des Jahres 2001 an diesen Schlepper gekommen. Die Probefahrt fand mitten in der Nacht statt. Nach harten und feuchten Verhandlungen bin ich mit dem Verkäufer einig geworden.

Nun galt es “nur” noch den Transport zu organisieren, immerhin eine Strecke einfach von ca 600 km, quer durch Deutschland, mit Überwindung der Kasseler Berge und der Hörselberge bei Eisenach. Wem diese Strecken bekannt sind, der hat eine Vorstellung von dieser Reise.

Zuerst wurde ein Zugfahrzeug benötigt, dies fand sich in Form eines Opel Frontera mit 2,8 l Turbodiesel. Danach mußte noch der geeigneten Anhänger gefunden werden, der in der Lage war ca. 1,8 to zuzuladen.

Wir haben alles endlich am Freitag vor Pfingsten 2001 beisammen gehabt, Jeep, Anhänger, Spanngurte, Planen, Kaffeekanne und was sonst noch gebraucht wurde. Mein Sohn Marc und ich machten uns dann um 21:30 Uhr (es waren vorher noch Probleme mit der Anhängerelektrik zu lösen) endlich auf die Reise.

Cossengrün - Hermsdorfer-Kreuz -Eisenach - Kassel - Bielefeld - Osnabrück - Nortrup und zurück. Diese Strecke legten wir in knapp 22 Stunden zurück. Die Leerfahrt war sehr angenehm, der Jeep schnurrte die Autobahn lang. Nach kurzem Stopp auf einer Autobahnraststätte kamen wir morgens um 08:30 Uhr in Nortrup an, es regnete in Strömen. Nach Verladung von Schlepper und Zubehör wurde ordentlich gefrühstückt und ab ging die Post. Welch ein Unterschied, plötzlich hingen hinter uns fast 2,5 Tonnen. Jedes Anfahren war ein Erlebnis, die Kurven ließen unseren Adrenalinspiegel mächtig steigen und schneller als 75 km/h war beim besten Willen nicht drin. Der Anhänger fing an zu schwingen und wir wollten ja alles heil nach Cossengrün schaffen. Es ging gut, es regnete zwar pausenlos, aber im Pfingstverkehr und bei den vielen LKWs fielen wir nicht auf. Kurz vor Kassel erblickte uns das Auge des Gesetzes in Form eines Streifenwagens, es kam wie es kommen mußte, wir wurden herausgewunken. Nach Kontrolle der Papiere und der Gewichte, durften wir mit guten Wünschen der Polizei versehen, unseren Weg fortsetzen. Kleine Stresssituationen machten die Fahrt nicht langweilig, mal rutsche kurz die Kupplung, dann entwickleten die Reifen einen beträchtlichen Dampf (sehr warm geworden und dann das Regenwasser), bei Überholvorgängen von Lastzügen wurden wir durchgeschüttelt und so weiter. Aber endlich kamen wir in Cossengrün an. Der Schlepper wurde abgeladen, alle Fahrzeuge abgestellt und dann brauchten wir ein Bett.

Mittlerweile ist er zugelassen und hat schon tatkräftig die Arbeiten unterstützt. Bäume aus dem Wald gezogen, alles Mögliche gehoben und transportiert, bei Abbruchmaßnahmen die Wände umgeworfen und natürlich auch eine Fahrt zum Dorffest durchgeführt. Kurz und gut, der Trecker-Virus hat meine Söhne und mich erfaßt.

Unseren weiblichen Begleiterinnen möchten wir, meine Söhne und ich, auf diesem Wege für ihre Belastbarkeit danken, mit unseren Macken zu leben.

Ihr seid einfach prima.